Japan 2017 – Eine Tour durch Kyoto

Heute sind wir Bus gefahren. Ziemlich viel Bus sogar. Und viel gelaufen. Begonnen hat unser Tag erst einmal damit, dass wir gründlich verschlafen haben und erst circa 1,5 Stunden später als geplant das Hostel verlassen haben. Unser erstes Ziel war der Silberne Pavillon, Ginkakuji genannt. Vor 500 Jahren hat dort der damalige Oberbefehlshaber der Armee sich eine Villa hingestellt, mit schöner Gartenanlage und allem Drum und Dran. Garten darf man sich allerdings nicht wie bei uns mit Wiese und Blumen vorstellen, stattdessen hat man hier viel mehr mit Steinen, Wasser und Moos gearbeitet.

Anschließend sind wir entlang des sogenannten Philosophenpfads, ein kleiner Weg entlang eines alten Kanals, geschlendert und haben in den ein oder anderen Schrein am Wegesrand einen Blick geworfen.

Eigentlich hatten wir dann vor, den am Ende des Pfades gelegenen Nanzenji-Tempel zu besuchen, doch irgendwie gab es den nicht. Stattdessen haben wir uns mit dem Bus auf den Weg zum goldenen Pavillon gemacht, dem großen Bruder des silbernen Pavillon. Das besondere an diesem Gebäude ist, dass die oberen beiden Stockwerke mit Gold überzogen sind.

Es ist mittlerweile später Nachmittag und damit Zeit, sich zu überlegen, was man noch anschauen will, bevor man ins Hostel zurückkehrt. Zwei interessante Punkte waren noch auf der Liste: Die historische Altstadt und die über fünfzig Meter hohe Pagode des buddhistischen Tempel To-ji. Die Frage war nur, in welcher Reihenfolge, schließlich kann man nur eines der beiden Ziele noch bei Tageslicht anschauen, aber je nach dem, wie die Orte nachts beleuchtet werden, kann die Altstadt oder die Pagode auch einiges hermachen. Auch das Thema Abendessen wurde ausführlich diskutiert. Letztendlich hat die besser Busverbindung zur Altstadt das nächste Ziel festgelegt.

Nach ein bisschen Suchen haben wir auch in der Alstadt ein kleines Restaurant gefunden, das uns getaugt hat. Es gab dort Fleisch von allen Stellen des tierischen Körpers. Wir haben uns mit Schweinelende, Schweinenacken und Gemüse begnügt. Dazu gab es Reis und drei verschiedene Soßen. Geschmacklich war alles sehr gut und auch vom Preis her in Ordnung. Jetzt blieb nur noch die Pagode. Wir sind also zurück zum Hauptbahnhof gefahren und die zwanzig Minuten zur Pagode gelaufen. Nur leider waren wir ein klein wenig zu spät da. Wir kamen um halb 10 dort an und auf das Gelände kann man nur bis 5 Uhr. Naja, vielleicht klappt es ja morgen.

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