Japan 2017 – Kamakura

Gestern haben wir einen Tagesausfllug nach Kamakura unternommen, eine Küstenstadt eine Zugstunde südlich von Tokyo. Vor etwa 800 Jahren wurde Kamakura nach Kyoto die politisch bedeutsamste Stadt Japans. Dementsprechend viele alte Schätze gibt es dort zu sehen. Nachdem wir dort mit dem Zug angekommen sind, sind wir zuerst einen „Berg“ raufgelaufen, nicht unbedingt nur, weil es dort viele tolle Sachen zu sehen gibt, sondern auch, weil die Bäume dort Schatten versprochen haben. Es war aber auf jeden Fall die richtige Entscheidung. Man hatte einen tollen Ausblick auf die umliegende Landschaft. Auf halber Höhe etwa gab es einen zwanzig Meter langen Durchgang, vor dem ein steinernes Torii-Gate thront.

Natürlich sind wir da durch gegangen. Auf der anderen Seite des Tunnels wurden wir dann mit einem wunderschönen Anblick belohnt. Dort war ein kleiner Schrein mit Gartenanlagen und sogar einem kleinen Wasserfall.


Der Weg führte dann weiter den Hügel entlang. Als wir dann wieder ins Tal hinuntergekommen sind, war auf der linken Seite von uns eine Tempelanlage, die bekannt war für ihre drei Statuen, die Leute gezeigt haben. So ganz genau haben wir nie erfahren, wen diese Statuen darstellen sollten, aber es hat auch niemand nachgefragt. Viel interessanter war da schon eine steinerne Skulptur, die angeblich den Gott des Glücks portraitiert.


Entlang unseres Weges gab es noch eine ganze Reihe weiterer Tempel, unter anderem einen, der die älteste Zen-Schule Japans beherbergt. Uninteressanter, dafür fotogener und touristisch wertvoller ist eine riesige, über 700 Jahre alte Buddhastatue, die sich nur eine Wegstunde weiter befand. Natürlich haben wir die auch mitgenommen.Doch das eigentliche Ziel lag dahinter: Der Pazifik. Die Sonne hat den ganzen langen Tag unbarmherzig auf uns niedergebrannt. Wir haben alle paar hundert Meter angehalten, um aus unseren Wasserflaschen zu trinken und haben uns jedes Mal gefreut, wenn der Weg für ein paar Meter wieder schattiger wurde. Ohne viel zu zögern sind wir also dann ins Wasser und haben uns verdienterweise abgekühlt.

Der Tag heute war dagegen eher unspektakulär. Wir haben erst einmal ausgeschlafen und haben uns über das Wetter geärgert. Dauerregen hat unsere Pläne, zum Fuji zu fahren (manche wegen Bergsteigen, manch andere wegen einem Freizeitpark) zunichte gemacht. Anschließend haben wir uns darüber geärgert, dass am Montag sämtliche Museen und Zoos geschlossen haben. Schließlich sind wir einfach in das vor der Haustüre gelegene alte Viertel Asakusa gegangen und haben etwas Sake und grünen Tee eingekauft. Morgen früh schon werden wir hoffentlich im Flugzeug Richtung Deutschland sitzen, wenn der Dauerregen uns nicht auch noch diesen Plan durchkreuzt.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.