IranOpen 2011: Lasst die Spiele beginnen…

Der Tag begann mit der großen Eröffnungsveranstaltung der IranOpen 2011. Am heutigen Tag waren erstmals Zuschauer zugelassen, die auch in recht großer Zahl kamen und die (Roboter-)Akteure für gelungene Spielzüge mit Applaus bedachten. So erhielten die Spiele ein ganz anderes Ambiente.

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Währenddessen ist auch das letzte Team angekommen. Der amtierende Weltmeister der Small-Size-League, Skuba aus Thailand, hatte Probleme mit dem Flug und verpasste deshalb die beiden Setup-Days. Der erste Tag zeigte allerdings, dass die Roboter fit waren – im Gegensatz zu ihren Erschaffern, denen der Schlaf in dieser Nacht verwehrt blieb.

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Auch ER-Force begann das Turnier heute, und zwar mit einer respektablen Sieges-„Serie“ – zwei Spiele, zwei Dreier, die nach Erlangen geholt werden konnten.

Im ersten Spiel stand mit KN2C aus dem Iran ein noch nicht sehr weit entwickeltes Team auf der Agenda. Demzufolge fiel der Sieg mit 10:0 auch sehr hoch aus – bei zehn Toren einer Mannschaft werden Spiele in der Small-Size-League abgepfiffen. Trotzdem konnten in diesem Spiel noch einige Fehler gefunden werden, die dann in der nachfolgenden Pause teilweise behoben worden sind. Vor allem das Passspiel wurde verbessert, auch wenn es bei weitem noch nicht perfekt ist. Am heutigen Abend müssen noch ein paar Unzulänglichkeiten im Pathfinding repariert werden, die immer wieder zu ungewollten Ballverlusten führten.

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Mit dem Spiel gegen die Immortals, ebenfalls ein iranisches Team, stand und fiel der Erfolg unseres Teams auf den IranOpen. Dementsprechend gespannt wurde dieses Match erwartet – auch wenn Peter und Beni bis fünf Minuten vor Spielbeginn noch mit „Frozen Bubbles 2“ beschäftigt waren und deshalb der Schuss unseres Gamma-Roboters weiterhin klemmte. Zum Glück gab’s im Spiel damit dann keine Probleme. Der Spielverlauf war genauso spannend – bereits in der 3. Spielminute vergab unser Stürmer eine Großchance, da er statt dem Linearschuss den Hochschuss verwendete und damit über das halbleere Tor pfefferte. Nur eine Zeigerumdrehung später touchierte der Ball nach einem strammen Schuss das Lattenkreuz – leider auf der Außenseite. Doch dann kam die Stunde des Passspiels – nach einem Querpass lag der Ball dem Rechtsaußen genau richtig auf der Schussklappe und zappelte damit im „Netz“.

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Die beiden folgenden Tore zum 2:0 und 3:0 erfolgten nach Torwartfehlern, da der gegnerische Keeper sich mit seinen eigenen Abwehrkollegen verhakte und so der Ball im Strafraum frei zum Einnetzen bereit lag. Damit markierten die ER-Force Robots gleichzeitig den Endstand, da ein letztes Tor wegen einer unerlaubten Torwartberührung durch unseren Stürmer aberkannt wurde.

Unser Schiedsrichtergespann mit Michael als Hauptschiedsrichter und Jan an der Refbox – dem Programm, mit dem die Entscheidungen an die Roboter weitergegeben werden – war heute bereits zweimal im Einsatz, unter anderem im Eröffnungsspiel.

Neben den spielerischen Weiterentwicklungen kamen wir heute durch einige Gespräche mit Einheimischen auch mit dem iranischen „Way-of-life“ näher in Kontakt. Ein Großteil der vom deutschen Auswärtigen Amt herausgegebenen Reisehinweise trifft nur bedingt auf die Realität in der iranischen Gesellschaft zu, teilweise wird auch ein sehr negativer Eindruck vermittelt. Gerade uns Deutschen treten unsere Gastgeber sehr zuvorkommend entgegen und sind stets bemüht, uns den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Die junge Generation ist nicht so verschieden von der anderer Länder. Dies alles sind Erfahrungen, die man sicherlich nur vor Ort machen kann und die diese Reise auf jeden Fall bereichern.

Morgen steht nun das Match gegen Skuba an. Skuba verfügt über zwei komplette Robotersätze und kann somit Ausfälle nahezu unbegrenzt kompensieren. Ihre verwendete Hardware lässt auch so manch anderes Team erblassen, so dass dieses Spiel sicherlich das schwerste der Vorrunde wird.

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