RoboCup 2019 – Live Ticker 1. Gruppenspiel ER-Force vs. Twente

Dieser Ticker ist mit fleißiger Unterstützung von Christian Seifert entstanden.

Heute um 11 Uhr findet unser erstes Spiel in der Gruppenphase statt. Wir treten (3 Uhr deutscher Zeit) gegen das niederländische Team RoboTeam Twente aus Enschede an.

Es wird wieder einen Livestream geben, der von Twente bereitgestellt wird.

Aufgrund kleinerer Verzögerungen aus dem letzten Spiel dauert es noch ein wenig, geht in wenigen Minuten los.

ER-Force spielt gelb, Twente blau.

Die letzten Vorbereitungen sind im Gange; die Teams machen sich bereit und fahren ihre Roboter warm.

Twente zeigt schon, wie Ihre Roboter ohne Gegner das Feld beherrschen können. Nach einem kleinen Anstupser geben auch unsere Bots Gas und vollführen einen Tanz auf Ihre ganz eigene Art und Weise. Unsere Roboter haben während den ersten Testfahrten wenige Probleme mit den Linien auf dem Feld. Wir hoffen auf einen flüssigen Spielverlauf.

Bei uns wird die Nummer 1 im Tor spielen; blau hat Anstoß.

Nachdem wir WLAN-Probleme gelöst haben, funktioniert auch unser Live Ticker wieder. Das Spiel sollte in wenigen Augenblicken beginnen.

Unsere weißen Bots nehmen ihre Position ein; das Spiel beginnt.

Twente reklamiert Kamera-Probleme. Turnierleitung diskutiert mit den Verantwortlichen. Nervöses Zittern auf beiden Seiten !

1′: Kickoff! Die beiden Mannschaften schieben sich gegenseitig den Ball zu. Kleine Unterbrechung aufgrund von Vision-Problemen, wir sehen den Ball in der Mitte des Feldes nicht richtig! Es geht weiter. Unsere Vier steht alleine Am Elf-Meterpunkt und kann nicht schießen! Gelbe Karte für uns, wir waren im gegnerischen Strafraum. Wir sehen wieder den Ball nicht! Spiel unterbrochen.
Unserer Ansicht nach war die gelbe Karte nicht berechtigt, der Auto-Ref gibt uns eine Strafe für eine Bot Kollision, die keine war. Anschließend entstehen wieder Kameraprobleme.
Wir finden Teile auf dem Feld! Von uns oder aus den Niederlanden? Auch bei einer Pause im Spiel leisten unsere Manndecker gute Arbeit! RoboTwente muss 2 Roboter vom Feld nehmen, sie haben 2 gelbe Karten ḱassiert! Allerdings besteht Diskussionsbedarf, wie die Karten zustande kamen.
Der erste Schuss aufs Tor kam von uns!! Aber leider am Tor von Twente vorbei. Das Farbmuster einer der Roboter aus Twente hat sich gelöst und lässt den Roboter verrückt spielen, da er sich neben sich fühlt.

2′: Unsere gelbe Karte läuft in 1:20 min aus. In den ersten 10 Minuten des Spiels mit Unterbrechungen stellen wir fest, es geschehen viele Kollisionen und die Vision macht große Probleme. Wir haben unser erstes Time-Out genommen, um zu prüfen, ob das gefundene Teil zu unseren Robotern gehört. Nach kurzer Suche wurde bemerkt, dass bei einem Raddeckel eine Schraube fehlt. Schnell wieder fixiert kann der Roboter zurück aufs Feld und weitermachen. Gleichzeitig prüfen unsere Freunde die Lichtschranken.
Das Spiel beginnt wieder, Team blau muss den Ball platzieren, um weiterzuspielen. Leider schaffen es die Roboter aus Twente nicht, deshalb bekommen wir die gleiche Chance. Team Twente reklamiert den gescheiterten Ball-Placement-Versuch als Vision-Problem. Es wird diskutiert, welche Auswirkungen es haben wird. Aktuell haben wir einen Roboter mehr auf dem Feld. GO Er-Force! Der zweite Torschuss von uns, leider wieder daneben.
Erneutes Ball-Placement von Twente. Leider wieder nicht geschafft. Ballgewinn für uns! Unser Anstoß hat geklappt, allerdings haben wir einen Roboter angefahren. Zwei schnelle Schüsse von uns aufs Tor, leider konnte der Torwart den ersten halten und der zweite geht wieder vorbei.
Time-Out von Twente. Unsere Teammitglieder machen sich warm und tanzen am Spielfeldrand! Was für eine Stimmung !
Das Spiel geht weiter. Die Roboter nehmen Ihre Plätze ein.

3′: Zu Beginn der 3. Spielminute versucht Twente ein Tor zu schießen, schiebt aber den Ball weiter als 1m und das Spiel wird angehalten. Der Ball bleibt auf unserer Torlinie liegen!
Das Spiel geht weiter, unser Roboter wird wieder eingewechselt und wir spielen mit 8 Bots gegen 6 Roboter aus Twente. Da das Team aus den Niederlanden bereits 3 gelbe Karten kassiert hat, bekommen wir einen Elfmeter (1,2m Torentfernung).

4′: Das Spiel geht weiter. Im Nachhinein wurde das Foul als unrechtmäßig gemeldet und die 3. gelbe Karte und der Penalty annulliert. In der darauffolgenden Situation schiebt ein Bot aus der Niederlande unsere Nummer 9 in den Strafraum und das Spiel wird erneut unterbrochen. Wir meinen, dies war eine Kollision und beschweren uns beim Schiedsrichter.
Es wird auf Foul entschieden und wir bekommen doch einen Elfmeter! Nach einer kurzen Verwirrung beim Schiedsrichter platziert dieser den Ball auf der richtigen Seite. Leider löst unser Roboter keinen Schuss aus und das Spiel geht bei einem Stand von 0:0 weiter.
Jetzt fallen diverse Torschüsse von uns! Leider können wir keine Chance verwerten. Unsere Volleyschüsse scheinen gefährlich zu sein!

5′: Es gibt viele Zweikämpfe. Wir schießen leider ins Toraus bei Twente. Nachdem wir einen gegnerischen Bot angerempelt haben, kassieren wir eine gelbe Karte und müssen einen Bot raus nehmen.
Nachdem Twente das Ball-Placement nicht schafft, dürfen wir es probieren. Nach dem erfolgreichen Versuch fahren wir mit dem Ball in die Verteidigung  der Gegner und es ist Halbzeit.

ERForce: Alle rennen panisch aufs Feld, tauschen Akkus, kontrollieren Schrauben und säubern Lichtschranken.

Die Halbzeitpause ist fast um, das Spiel geht weiter und alle Teams haben nach den gefundenen Schrauben ihre Roboter kontrolliert, ob diese noch weitere locker haben.

6′: Die 2. Halbzeit beginnt mit Kickoff für uns. Einer unserer Roboter muss wegen technischer Schwierigkeiten das Feld verlassen. Wir hatten Probleme beim Ballplacement, Twente ist an der Reihe. Wir nehmen ein Timeout und schon wieder werden Schrauben gefunden. Timeout ist vorbei.
Einer von Twentes Robotern macht sich gerade nackig, da er seine Hülle auszieht. Danach eine Unterbrechung.

7′: Torschuss von uns, aber leider nicht getroffen. Wir stellen unseren Roboter nach einer abgeĺaufenen gelben Karte wieder aufs Feld. Schon wieder Stop wegen Visionproblemen, der Ball ist unsichtbar.
Es geht weiter nachdem der Ball von uns wieder gesehen wird. Ballplacement für Twente, nachdem unser Roboter zu schnell geschossen hatte. Leider hat es Twente nicht geschafft, wir dürfen wieder platzieren. Und wieder wird der Ball nicht gesehen. Weiter geht es. Wir sehen den Ball wieder und sind auch direkt in der gegnerischen Hälfte, Torschuss von uns aber der Torwart hat gehalten. Schon wieder haben wir am Tor vorbei geschossen.

8′: Detektion einer nicht vorhandenen Kollision, unser Robothandler reklamiert diese falsche Detektion. Ein gegnerischer Roboter hat offensichtlich gerade einen spontanen Liebesanfall mit unserem Torwart. Ballplacement für uns. Und wieder wurden kleinere Metallteile auf dem Spielfeld gefunden und es ist nicht klar wer sie verloren hat.

9′: Ballplacement für unsere Roboter, aber keine Bewegung in unseren Reihen. Twente hat erfolgreich platziert.

10′: Weiterhin sehen wir den Ball aufgrund interner Probleme in der gegnerischen Hälfte nicht. Elfmeter für Twente, da wir wegen einer Kollision die 3. gelbe Karte kassiert haben. Twente verwandelt den Elfmeter.

Twente gewinnt mit 1:0

RoboCup 2019 – Ankündigung Spiele

Die Spiele der Gruppenphase finden am Donnerstag, den 4. Juli, und am Freitag, den 5. Juli, statt. Wir sind in Gruppe B mit ZJUNlict (das chinesische Team, das letztes Jahr Weltmeister wurde), RoboTeam Twente (unsere Freunde aus den Niederlanden) und RoboDragons (aus Japan). In Gruppe A sind TIGERs Mannheim (offensichtlich aus Deutschland), MRL (aus dem Iran), KIKS (aus Japan) und OP-AmP (auch aus Japan).

4. Juli, 11:00 Uhr (3:00 Uhr in Deutschland): ER-Force vs. Twente
5. Juli,   9:00 Uhr (1:00 Uhr in Deutschland): ER-Force vs. RoboDragons
5. Juli, 15:30 Uhr (7:30 Uhr in Deutschland): ER-Force vs. ZJUNlict

Alle Spiele werden per Livestream von Twente übertragen. Sobald die Seite bekannt ist, gibt es hier einen Link dorthin.

RoboCup 2019 – Turniervorbereitung


Nachdem am Montag früh die letzten Nachzügler noch zu uns gestoßen waren, konnten wir in voller Stärke an unseren Robotern arbeiten. Damit sind sowohl die alten als auch unsere paar neuen Roboter gemeint.
Die alten Roboter waren meist in Obhut der Mechanik, damit sie auf Funktion getestet und kalibriert werden können. Kalibrieren bedeutet, dass die Schussstärke so angepasst wird, dass wir immer so weit schießen und lupfen können, wie wir gerade wollen.

Einzelne Exemplare unserer alten Generation waren zeitweise bei der Elektronik, damit auch die Platinen etwas Pflege und Liebe bekommen. Insgesamt machen sich die alten Roboter noch (überraschend) gut und leiden weniger unter Altersschwäche als befürchtet. Unsere neuen Roboter haben ihr Zuhause noch bei der Elektronik und Regelung, bevor sie aufs Feld gelassen werden können. Hier arbeiten die beiden Sub-Teams gerade mit Hochdruck daran, genug Platinen funktionsfähig zu machen, damit wir ein oder zwei Prototypen mehr zum Testen zusammenbauen können. Dies erwies sich zum Teil aber noch schwieriger als gedacht. Dennoch machen wir gute Fortschritte bei all unseren Platinen.
Währenddessen haben wir uns außerdem damit beschäftigt, dass das Feld auch unseren Anforderungen entspricht. Dieses Jahr hat der Aufbau relativ problemlos geklappt und wir mussten nicht – wie letztes Jahr – die Arbeit der lokalen Firmen übernehmen. Der Teppich, auf dem wir fahren, scheint dieses Jahr eine sehr gute Qualität zu haben, hat aber höhere Fasern, wodurch die Roboter relativ tief einsinken. Bei freier Fahrt stellt dies nach ersten Tests kein Problem dar, es wird sich allerdings noch zeigen, ob das Einsinken uns beim Dribbeln und Schießen Probleme bereiten wird. Statt Klebeband als Linien wurde Farbe benutzt. Dummerweise hatte der Teppich dadurch leider eine 2 bis 4 mm hohe Kante an den Linien, da die Farbe die Fasern versteift hat. An diesen Kanten bleiben unsere Roboter hängen, da sie sich mit ihren Hochschussklappen verhaken. Die Messearbeiter haben sich dem am Nachmittag angenommen und die Kanten herunter geschliffen. Das mussten wir natürlich testen. Dabei ist unser Testroboter öfter gestolpert, vornüber gefallen und hat sogar einmal einen Vorwärtssalto geschafft. Was ziemlich lustig klingt, ist aber während der Spiele sehr unpraktisch und kann ziemlich schnell zu Defekten führen. Am späten Abend war das Feld fertig. Wir hoffen, dass keine Stelle übersehen wurde, durch die wir potentiell während der Spiele unsere Zuschauer mit Kunststücken beglücken.
Hier sei auch nochmal auf den kommenden Live-Stream und Live-Ticker hingewiesen, den wir dann auf der Website verlinken.

Trotz der kurzen Zeit, die wir hier bis jetzt verbringen durften und unserer wenigen bis gar keinen Freizeit, konnten wir schon einige Einblicke in die australische Kultur gewinnen. Unsere Unterkunft ist in China-Town. Leider sucht man hier trotz des jährlich wiederkommenden Winters Heizungen vergeblich und wir behelfen uns im etwas frischen Zimmer mit dicken Decken und warmer Kleidung. Selbst die Messehalle könnte zwei bis drei Grad wärmer sein, damit wir uns wirklich wohl fühlen würden. Die Lage der Unterkunft macht sich auch in der riesigen Auswahl an chinesischen Imbissen und Restaurants bemerkbar. Die hiesigen Preise für Verpflegung sind generell über unseren gewohnten deutschen Preisen. Aber wir konnten uns auch von der wirklich beeindruckenden Architektur überzeugen, die allerdings gegenüber von unserem Hotel nur Fassade ist:


In den letzten Jahren gab es immer eine Vortragsreihe der Teams, in denen die Neuerungen präsentieren konnten. Dieses Jahr gab es die Vorgabe ein Poster zu gestalten, die dann in der Messehalle aufgehängt werden:

RoboCup 2019 – Ankunft in Sydney

Nach viel zu vielen langen Stunden im Flugzeug sind wir am Sonntag Morgen in Australien angekommen. Da wir erst nachmittags in unsere Zimmer konnten, haben wir den Tag genutzt, um die Stadt unsicher zu machen. Nach ersten kleinen Einkäufen (hauptsächlich SIM-Karten und Kaffee) sind wir dann in Richtung des Hafens gelaufen. Von dort aus sind wir an dem National Maritime Museum mit der großartigen Aufschrift „MU-SEA-UM“ vorbei, haben die riesige Harbor Bridge und das gar nicht so riesige Sydney Opera House passiert und haben uns schließlich im benachbarten botanischen Garten, der eher eine Parkanlage war, als ein Garten, ausgeruht.

Nachdem noch jeder mit Jetlag zu kämpfen hatte, war der Abend sehr kurz und alle waren froh, endlich ins Bett zu dürfen. Ab heute (Montag) wird fleißig an den Robotern gearbeitet, sodass wir für das Turnier der kommenden Tage gut aufgestellt sind.

RoboCup 2019 – Sydney wir kommen!

Es ist wieder soweit. Wir nähern uns mit großen Schritten dem RoboCup. Am 28. Juni heben wir spätabends ab und fliegen nach Sydney in Australien. Der Wettkampf an sich findet vom 2. bis zum 7. Juli statt.
Bei uns bleibt es spannend, unser SSL-Team weiß noch nicht wie viele unserer neuen Roboter antreten werden und wie gut sie funktionieren werden. Bis zum Abflug bleibt jedenfalls keine Sekunde ungenutzt, um alle Roboter nochmal auf Vordermann zu bringen.
Wir sind alle sehr aufgeregt und freuen uns, dass wir auch dieses Jahr wieder beim RoboCup antreten dürfen.
Unser erstes Spiel wird am Donnerstag, den 4 Juli, um 11 Uhr (Ortszeit, Sydney) stattfinden, d.h. 3 Uhr in der Nacht in Deutschland. Unsere Gegner werden das niederländische Team Twente aus Enschede sein.