IranOpen 2018 – Live Ticker Testspiel vs. Parsian

In wenigen Sekunden ist es soweit und das Testspiel gegen Parsian kann beginnen.

0′: Wir haben Visionprobleme. Die blaue 2 verschwindet auf halben Weg zum Strafraum. Wir haben außerdem (bekanntermaßen) keinen Rückkanal.

1′: Anstoß haben wir. Wir starten mit gelb und nur mit 7 Robotern, da wir kaputte Motoren haben. Kickoff yellow, aber die Blau fährt los. Der Ref gibt irgendwann entnervt direct, statt kickoff.
Direct blue. Ein blauer Roboter fällt um, nachdem wir zusammen mit einem anderen blauen gegen ihn gestoßen sind. Es geht weiter, aber erneut fällt ein Roboter des blauen Teams um. Es gibt erneut Visionprobleme.
Tooooor für uns. Wir spielen eine Ecke zentral vor den Gegner, wir schießen und die Verteidigung schläft. 1:0 für ER-Force!

2′: Anstoß für blau. Mal sehen ob wir uns an die Regeln halten können im Gegensatz zu unseren Gegnern. Aber davor wieder Halt für Visionprobleme. Wir schaffen es.
Der Ball gelangt ins gegenerische Tor. Aber wird es wirklich gezählt? Nein, leider nicht. Anscheinend ein Problem bei der Refbox. Und schon wieder Halt, dank Visionproblemen. Und es geht weiter, Anstoß für blau. Leider mit ungültigem Kickoff, aber es wird weiterlaufen gelassen. Schon wieder ein Tor für uns, aber es wird wieder diskutiert.

3′: Es gibt einen indirekten Freistoß für blau. Mitten im Spielfluss, der Ball liegt auf dem Feld und kein Roboter fährt ihn an. Anscheinend schon wieder ein Problem mit der Vision, sie erkennt keinen Ball. Wir schießen ins Toraus. Und erneut Pause, wegen Visionproblemen. Es geht weiter. Ecke für blau. Oder doch wieder Halt. Die eine Hälfte des Spielfelds ist nicht mehr auf der Vision zu sehen.
Wir haben wieder Vision. Es gibt Stop. Aber der Ball flackert erneut in der Vision. Wieder eine Unterbrechung.

4′: Es geht weiter. Wir machen den Armadamove. Es gibt doch Abstoß für blau. Und schon wieder fällt ein ungültiges Tor für uns, da vorher Halt war. Einer unserer Roboter kann nicht mehr fahren. Es gibt Halt und wir holen ihn vom Feld. Es geht weiter.

5′: Es gibt ein neues Halt und wir können einen neuen Roboter einwechseln. Es gibt einen Einwurf für blau aus unserer Ecken. Durch das große Feld gibt es einen schönen Spielfluss.

6′: Blau spielt ins Toraus. Wir haben Ecke. Halt, blau wechselt einen Roboter aus. Unsere Ecke führt fast zu einem Tor, der Schuss wird jedoch geblockt, der Nachschuss trifft. Tor für uns. Es steht 2:0 für uns.

7′: Erneut Halt verursacht durch Visionprobleme.
Nun sollen noch einige Ecken gegen uns getestet werden. Und dann ist Schluss.

IranOpen 2018 – Setup-Day, der Erste

Heute fing der Tag mit unserem Lieblingsessen, Reis mit Hackfleisch, an. Dieses hatten wir aber schon am Vorabend gebracht bekommen. Wobei dadurch mehrere Mitglieder unseres Teams in regelmäßigen Abständen aus dem Schlaf gerissen wurden, z.B. um Bescheid zu bekommen, dass wir noch Essen gebracht bekämen (20 Uhr), für einen Anruf, dass das Essen gleich da wäre (21 Uhr) und um das Essen im Zimmer anzunehmen (22:30 Uhr).

Für ein paar unserer Teammitglieder fing der Tag schon um 6 Uhr an, da einerseits geteilte Zimmer zu kürzeren Schlafenszeiten führen können, vor Allem wenn die Zimmermitbewohner beim zu Bett gehen noch nicht angereist sind und nur ein Zimmerschlüssel existiert und andererseits manche Wecker mehrmals falsch gestellt wurden.

Eigentlich war unser Plan pünktlich um 8 Uhr in der Halle zu sein, um losarbeiten zu können. Da haben uns die Organisatoren aber einen Strich durch die Rechnung gemacht, indem sie uns mitteilen ließen, dass wir erst ab 10 Uhr in die Halle dürfen.

In der Halle angekommen wurde dann fleißig ausgepackt, auch wenn noch gar kein Arbeitsplatz existierte. So wurden provisorisch Roboter repariert z.B. auf Stühlen.

Im Laufe der nächsten Stunde bekamen wir dann auch einen Arbeitstisch aufgebaut und konnten so noch effektiver arbeiten. Dabei wurden z.B. die „Attackers“ in der Strategie gefixt. Leider fehlte das Internet noch, sodass wir uns ein temporäres GIT auf einem USB-Stick einrichten durften.

Pünktlich um 1 Uhr brachen wir zum Mittagessen auf. Erst wurde der Wegbeschreibung gefolgt, dann der Erinnerung der letzten Jahre. Im Gebäude, in dem es das Essen letztes Jahr gab, kamen uns dann zwei Iraner entgegen und meinten, das Essen gäbe es hier nicht, aber sie würden uns den Weg zeigen. Auf halben Weg zur Veranstaltungshalle trafen wir – nach einigen, schwer nachzuvollziehenden Gesprächen unserer selbsternannten Guides mit Einheimischen (auf persisch) – auf das chinesische SSL-Team ZJUNlict, das sich uns kurzerhand anschloss.

Wieder umgekehrt fanden wir ein Restaurant, das sich aber nach einigen Diskussionen als das Falsche herausstellte. Es hieß „Great Restaurant“, war aber dann doch nicht so great. Wir begaben uns auf den Rückweg zur Halle und sammelten noch ein drittes SSL-Team (MRL, iranisch) ein. Nun ging es an unserer Messehalle vorbei. Genau dahinter war eine weitere Halle, die wir durchquerten und in der wir in der hintersten Ecke tatsächlich eine Essensausgabe fanden. Es gab, kaum verwunderlich, Reis mit Hackfleisch zum Essen. Diesmal aber phänomenal aufgepeppt durch einen Joghurt und eine Vielzahl an Gewürzen, die teils falsch beschriftet waren und teils geschwisterlich mit dem Tisch geteilt wurden.

Nach dem Mittagessen ging es wieder weiter mit der Arbeit. Mit der Zeit waren fast alle vorher bekannten Probleme bei den Robotern behoben, so zumindest dachten wir. Bis wir versucht haben die Schussweiten zu kalibrieren. Hier offenbarten sich uns mehrere massive Probleme sowohl mit den Werten als auch mit den Lichtschranken (so wie eigentlich immer). Und mit dem Funk. Und mit klemmenden Hochschussklappen. Und mit den Encodern. Und mit kaputtgehenden Motoren. Und mit zappelnden Motoren. Und mit fehlenden Ritzeln auf Ersatzmotoren. Und mit ausfallenden Funkkabeln. Und. Und. Und. …

Da der typische Edding als Beschichtung der Hochschussklappen nicht getan hat, sind drei unserer Teammitglieder mit unserem Übersetzer zu einem kleinen Ausflug in die Stadt aufgebrochen.
Mit dem Taxi ging es zu mehreren kleinen Straßenläden, in denen wir nach etwas rumfragen Sprühlack und schwarze Farbe kaufen konnten. Nach der Rückfahrt haben wir testweise drei Hochschussklappen bemalt und trocknen lassen.

In der Halle wurde währenddessen an der Strategie weitergeschrieben, alle Roboter gecheckt und so gut es eben ging repariert.
Außerdem machten wir Testspiele mit zwei anderen Teams (ZJUNlict und Parsian) für den nächsten Tag aus.

Kurz nach 9 Uhr mussten wir plötzlich panisch zusammenpacken, da uns mitgeteilt wurde, dass es jetzt sofort Essen gäbe und wenn wir jetzt nicht sofort alle im Hotel wären, würden wir nichts mehr bekommen.

Also alles was man braucht so schnell wie möglich zusammenpacken und drei Leute vorschicken, um Bescheid zu sagen, dass wir noch kommen werden und auch etwas zu Essen haben wollen. Im Hotel angekommen, wurde uns mitgeteilt, dass das Essen in zehn Minuten da wäre. Eine halbe Stunde später traf das restliche Team ein, aber vom versprochenen Essen war weit und breit nichts zu sehen.. Weitere 40 Minuten später war es dann soweit: Das Essen war angekommen. Es wurde sogar gleich das Frühstück mitgebracht.

Jetzt darf man mal raten was es zum Abendessen gab. Richtig! Reis mit (ausnahmsweise) Hühnchen und Joghurt, diesmal war der Reis sogar von Preiselbeeren durchsetzt. Und zum Abendessen darf natürlich nicht die typische Fanta fehlen!

Nun wird noch weiter bis tief in die Nacht gecodet und die Kalibrierung des Hochschuss getestet. Das ganze natürlich auf der Aschenbahn vor unserem Hotel. Und weil wir nach dem langen Tag noch gar nicht müde sind, lackieren wir auch um 2 Uhr nachts noch alle Hochschussklappen mit der frisch getesteten Methode.
Schlaf wird sowieso überbewertet und zum Glück können wir ja bis 6 Uhr ausschlafen.

IranOpen 2018 – Erster Tag

Eigentlich hat sich dieser Tag wie eine endlose Fortsetzung des Ostersonntags angefühlt, da wir wenig bis gar nicht schlafen konnten auf der Reise.

Vor Ort gab es viel zu klären, wir mussten uns darum kümmern Essen, Trinken und WLAN zu bekommen, unsere Packliste durchgehen, ob wir auch alles mitgebracht haben (es fehlt tatsächlich nur der Locktite) und uns auf den morgigen Setup-Day vorbereiten. Das ganze von dem ewigen Kampf begleitet, nicht einzuschlafen.

Am späten Nachmittag besichtigten wir das Olympiagelände, natürlich in Begleitung eines Übersetzer.
Danach wurde noch eine Runde gearbeitet und nun gehen alle zeitig ins Bett, da wir ja morgen früh aufstehen müssen, um den ganzen Tag nutzen zu können.

IranOpen 2018 – Die Anreise

Im wechselhaften Aprilwetter von Deutschland brachen wir, neun Studenten, gegen 15:30 Uhr am Flughafen Nürnberg auf. Oder zumindest dachten wir das. In Realität dauerte das dann noch fast weitere 30 Minuten, bis wir alle vollständig zum Checkin der Turkish Airlines kommen konnten. Die Verkehrslage am Ostersonntag wurde wohl von manchen unterschätzt. Man muss allerdings erwähnen, dass die Reisenden, die mit dem Bus anreisten, pünktlich kamen. Da soll noch einer auf die Öffis schimpfen.

Am Checkin angekommen stellte sich einem der beiden Teilgruppen ein legendärer Beamter in den Weg, der spontan ein paar unserer Teammitglieder exmatrikulierte, ihnen Jobangebote machte und uns selbstgemalte Passfälschungen vorwarf. Wir meisterten diese Hürden jedoch mit Bravour. Die andere Hälfte hatte nur mit zu schwerem Handgepäck zu kämpfen. Ein berechtigter Einwand, aber wir konnten von unserer Unschuld überzeugen.

Danach begaben wir uns zur Sicherheitskontrolle, die wir reibungslos hinter uns brachten. Allerdings wurde per Durchsage eines unserer Teammitglieder zur Gepäcknachkontrolle gerufen.
Ein Vermerk für Zuhause: Wir brauchen neuen Loctite 😉

Wie lang brauchen neun angehende, deutsche Ingenieure um ein Gruppenfoto zu schießen? Man könnte wohl denken, dass das jetzt witzig wird, allerdings wird es eher traurig.
Ganze 45 Minuten. Warum? Weil wir erst mit dem Selbstauslöser der Kamera haderten und währenddessen noch zwei unserer Mitglieder ein Workout ableisteten und zwei andere Mitglieder auf ihren Schultern zu balancieren versuchten.
Irgendwann hat uns dann ein Zuschauer erlöst und unser Foto geschossen.

Nach einer sehr langen Runde UNO zu neunt mit vielen verschiedenen Regelverständnissen stiegen wir dann in den Flieger und saßen dort in zwei Teilgruppen.

Der Flug selber verlief bis auf ein paar Turbulenzen reibungslos. Zusätzlich zu einer aufgrund von Druckunterschieden geplatzte Chipstüte, deren Inhalt sich zu einem großem Teil dann auch im Rucksack verteilt hat (konnte aber zu einem großen Teil geborgen und dann mit Genuss verzehrt werden), hatten wir eine interessante Begegnung mit einem Teheraner, der uns unsere Zolldokumente übersetzte.
Sie enthalten neben „Frohes Neues Jahr“-Wünschen einen handschriftlichen Vermerk, dass wir Freunde seien und man uns den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten habe.

Nach einem versuchten Landeanflug, einer ausgedehnten und turbulenzreichen Ehrenrunde, einer dann erfolgreichen Landung, die mit einer unerwarteten Vollbremsung endete und einer, zu unserer Erleichterung nicht nötigen weiteren Sicherheitskontrolle, warteten wir zum Teil müde, zum Teil akrobatisch aktiv in Istanbul auf unseren Anschlussflug.

Da über Istanbul eine chaotische Wetterfront wütete, startete unser Anschlussflug nach einer gefühlt endlosen Wartezeit und einer Schimpftirade einer türkischen Frau im Flugzeug, die sich über die Fluggesellschaft beschwerte, woraufhin ein verhaltener Applaus folgte, mit einer Stunde Verspätung.
Zum Schlafen war dieser Flug schlichtweg ungeeignet. Neben einem Frühstück in aller Herrgottsfrühe (Ortszeit Teheran ca. 5:00 Uhr) war auch einfach zu wenig Zeit um ausgeschlafen anzukommen.
In Teheran gelandet kümmerten wir uns um unsere Visa. Die Wartezeit hierfür betrug auch wieder ca. eine Stunde (+ 10 Minuten Laufzeit) und wir bekamen nicht mal einen Aufkleber oder Stempel in unseren Pass.

Lediglich bei der Einreisekontrolle bekamen wir einen kleinen Stempel. Dann noch kurz Gepäck holen, unseren Guide begrüßen, Geld wechseln und in den Bus einsteigen. Mit diesem fuhren wie eine Stunde nach Teheran zu unserem Hotel.
Dieses Jahr sind wir im ehemaligen Olympiadorf untergebracht. Das Hotel ist durchaus komfortabel, allerdings ist hier unser Internetzugang sehr beschränkt und nur mit Trickserei möglich… und wir haben Hunger.

Workshopwochenende für neue Mitglieder

Neues Semester, neue Mitglieder.

Um die neuen Mitglieder willkommen zu heißen und ihnen eine kleine Einführung in die Welt der fußballspielenden Roboter zu geben, veranstalteten wir letztes Wochenende drei Tage voller Workshops.

Freitagabend ging’s los. Es gab eine Einführungspräsentation, in der wir uns vorstellten und eine Besprechung, in der die Subteams ihre Ziele für das Wochenende und für die zukünftigen Wochen festlegten.
Um uns besser kennen zu lernen, ließen wir den Abend gemeinsam bei einem Bier ausklingen.

Am Samstag trafen wir uns schon ab 9:30 Uhr um zusammen zu frühstücken. Im Laufe des Tages wurden die neuen Mitglieder in die Subteams eingeführt. Dafür gab es spannende Präsentationen über unseren Verein und die Small Size League, sowie spezifische Übungsaufgaben um unsere Arbeitstechniken zu vermitteln.
An diesem Abend wurde noch lange und fleißig an der Elektronik, der Mechanik und der Strategie herumgetüftelt, nur unterbrochen durch das Abendessen.

Den Sonntag fingen wir mit Frühschoppen an (natürlich mit Weißwürsten, Brezeln und Weißbier). Danach war es Zeit sich in den Subteams auf das finale Testspiel vorzubereiten. Im Testspiel konnten die Roboter beobachtet und Ideen zu ihrer Verbesserung gesammelt werden. Abschließend fand ein großes Abschlusstreffen mit allen Subteams statt, bei dem wir das Workshopwochenende noch einmal Revue passieren ließen und unsere Fortschritte zusammenfassten.
Gemeinsames Aufräumen und ein gemütliches Ausklingenlassen des Workshopwochenendes machten den Tag komplett.

Lange Nacht der Wissenschaften

Alle zwei Jahre findet die Lange Nacht der Wissenschaften statt. Firmen und Universitäten öffnen ihre Räume und auch wir haben unsere Roboter gezeigt. In den sieben Stunden waren wir die ganze Zeit beschäftigt viele neugierige Fragen von groß und klein zu beantworten. Die Zuhörer haben zunächst in einem kurzen Vortrag etwas über uns und den Aufbau unserer Roboter gehört. Danach gab es erstaunte Blicke, als die Roboter es geschafft haben über mehrere gestapelte Getränkekästen zu spielen. In einem kleinen Demospiel bewiesen sie dann wie gut der Vizeweltmeister Fußball spielt. Wir hatten viel Spaß daran unser Können zu zeigen und unsere Begeisterung für den Roboterfußball weiterzugeben.

Beitrag im Donaukurier

Wenn Roboter übers Spielfeld jagen

Christian Lobmeier aus Paulushofen nimmt regelmäßig an internationalen RoboCup-Veranstaltungen teil
Paulushofen (DK) Am Ende zählt beim Fußball nur eines: Tore, Tore, Tore. Und so ist das eigentlich auch, wenn die Spieler am Feld gerade einmal 15 Zentimeter hohe Roboterwürfel sind, die einem orangefarbenen, tennisballgroßen „Fußball“ nachjagen. Lesen Sie mehr auf donaukurier.de

RoboCup 2017 – Vizeweltmeister

Wir haben es geschafft! Das beste Ergebnis unserer Vereinsgeschichte wurde mit dem zweiten Platz in Japan erzielt. Im spannenden und umkämpften Finale gegen das chinesische Team SRC mussten wir uns zwar 1:2 geschlagen geben, jedoch trübt das die Freude über das erreichte nur leicht.

Nach dem aufregenden Tag in der Halle, schließlich fanden sowohl das Halbfinale als auch das Finale am gleichen Tag statt, wurde erst mal die anschließende Party des RoboCups genossen. Danach lies das Team den Tag noch zusammen mit anderen Mannschaften in der Innenstadt ausklingen.

Das Team in Japan wird sich in den kommenden Tagen noch Nagoya und Tokio anschauen. Dazu war bisher keine Zeit geblieben, schließlich wollten alle Spiele vor und nachbereitet werden.

RoboCup 2017 – Finale: SRC gegen ER-Force

Wir haben es tatsächlich geschafft und sind im Finale! Das erste mal in der Geschichte von ER-Force!

Wir werden gegen das Team SRC aus China spielen. Wir haben schon in der Gruppenphase einmal gegen dieses Team gespielt und leider 0:1 verloren. Doch wir haben in den letzten Tagen viel Arbeit in unser System gesteckt und sind deshalb zuversichtlich.

Beginnen wird das Spiel nach aktuellem Zeitplan um 14:45 Ortszeit (7:45 MESZ). Wir werden einen Liveticker anbieten.

https://www.youtube.com/watch?v=5_8HpaHlzyE

Der Anpfiff verzögert sich noch etwas, da das Spiel um Platz 3 gerade in die Verlängerung gegangen ist und wir erst anfangen können, wenn dieses Spiel abgeschlossen ist.

Das Spiel um Platz 3 ist nun vorbei. ZJUNlict hat sich gegen Parsian durchsetzen können und ist somit 3. Platz des RoboCup 2017.

Wir spielen als blaues Team und SRC als gelbes. Wir haben Anstoß.

Anpfiff!

1′: Ecke für SRC. Sie passen in die Mitte. Der Angreifer steht frei und schießt. Die Verteidigung hat eine Lücke, aber der Torwart steht richtig und der Ball geht knapp am Tor vorbei.

3′: Einwurf für SRC. Sie passen auf die andere Seite und wieder zurück. Schuss aufs Tor doch die Verteidigung kann den Ball abfangen. Wir starten einen Konter und schießen. Doch die SRC Verteidigung hat den Ball.

5′: Wir haben Einwurf beim Strafraum des Gegners. Wir passen auf die andere Seite und schießen über die Verteidigung. Doch der Torwart steht und hält den Ball.

7′: Wir haben Ecke und wollen schießen. Doch anstatt zu schießen dribbelt unser Roboter den Ball. Dies ist laut Regelwerk verboten und wird mit einem Freistoß für das andere Team geahndet.

8′: Ecke für SRC. Sie passen in die Mitte auf einen freien Angreifer und dieser sieht die Lücke in unserer Verteidigung. Er schießt und auch der Torwart steht falsch. Tor für SRC. 0:1 gegen ER-Force.

9′: Pass nach vorne und Schuss von SRC auf das Tor und er ist drin. Schon wieder ein Tor für SRC. ER-Force:SRC 0:2.

Doch was ist das. Da wird diskutiert. Anscheinend war der Ball zu schnell. Dann würde das Tor nicht anerkannt werden.

Aber der Schiedsrichter entscheidet, dass die Geschwindigkeitsmessung fehlerhaft ist und das Tor ist rechtens.

10′: Unsere Roboter haben den Mut nicht aufgegeben und versuchen jetzt erst recht ein Tor zu schießen. Innerhalb von wenigen Minuten haben wir gleich zwei schöne Torchancen.

Halbzeit!

Es werden hektisch Akkus getauscht und Roboter repariert. Auch die Farben werden gewechselt und schon geht es weiter.

SRC hat Anstoß.

11′: Einwurf für SRC auf ihrer Seite. Sie passen nach vorne und schießen. Doch knapp am Tor vorbei.

13′: Ecke für uns. Pass nach hinten. Doch wir erreichen den Pass nicht und lenken den Ball in Richtung unseres Tors ab. Doch er geht ins Aus. Aber einer schöner Spielzug sieht anders aus.

14′: Ecke für SRC. Chip in Richtung Strafraum. Unsere Verteidigung steht zu weit vorne und der Ball prallt Richtung Tor ab. Der Torwart kann den Ball aber ohne Probleme parieren.

16′: Ecke für uns. Wir passen auf einen unserer Stürmer doch SRC kann den Pass abfangen.

17′: SRC passt in unsere Spielfeldhälfte. Wir können den Pass abfangen und schießen aufs Tor. Der Torwart kann nicht mehr schnell genug reagieren und TOR. ER-Force:SRC 1:2!

18′: SRC schießt einen Ball und er ist wieder zu schnell. Dies ist gegen die Regeln und SRC bekommt einen gelbe Karte. Das Team muss nun also für die nächsten zwei Minuten mit einem Roboter weniger spielen.

19′: SRC schießt aus ihrer Hälfte in unsere Toraus. Freistoß für uns vor ihrem Strafraum. Außerdem haben sie schon wieder zu schnell geschossen. Zweite gelbe Karte für SRC. Sie spielen nun also die nächsten Minuten mit nur 4 Robotern.

20′: Einwurf für SRC. Doch wir kommen nicht an den Ball. Ecke für SRC und die Uhr tickt. Einer unserer Roboter fährt nicht. Wir nehmen einen TimeOut. Doch alles hilft nichts. Wir können einfach keinen Druck in Richtung Tor aufbauen.

Abpfiff!

Wir verlieren das Finale mit 1:2. Doch ein kleiner Trost bleibt. Wir sind zweiter Platz. Die beste Leistung für ER-Force bisher!

RoboCup 2017 – Halbfinale: ZJUNlict gegen ER-Force

Das Halbfinale gegen ZJUNlict steht an! Wir spielen als gelbes, unser Gegner als blaues Team. Zur Halbzeit wird gewechselt.

Ursprünglich sollte das Spiel um um 11:30 Uhr Ortszeit beginnen, wird aber aufgrund eines Elfmeterschießens eines anderen Spiels – Tigers Mannheim gegen MRL – um etwa 15 Minuten verzögert.

Zu sehen gibts das komplette Spiel auf Youtube, sowie den Liveticker direkt darunter.

https://www.youtube.com/watch?v=JcXi0HPwXVs

Anstoß!

1′: ZJUNlict beginnt das Spiel, passt und schießt auf unser Tor, aber unsere Verteidigung steht.

2′: Wir bekommen Ecke, schießen, aber verlieren leider den Ball.

3′: Indirekter Freistoß für uns, wir schießen quer übers Feld bis zum Tor. Leider aufgrund der guten Verteidigung von ZJUNlict keine gute Torchance.

5′: Einwurf für uns, wir passen zu einem Schützen am gegnerische Tor. Schuss, doch der Torwart hält den Ball auf.

6′: Pass auf einen Spieler im Mittelfeld. Volley Richtung Tor UND 1:0 für ER-Force!! Der gegnerische Torwart konnte den Schuss nicht aufhalten.

Es gibt Probleme mit dem Teppich, denn die weißen Markierungen haben sich gelöst. Die Schiedsrichter versuchen, sie wieder anzubringen.

7′: Einwurf von ZJUNlict. Der Ball gerät in unsere Hälfte, aber wir können uns verteidigen.

9′: Nach einem indirekten Freistoß von ZJUNlict kommt uns der Ball gefährlich nahe, doch wir können ihn vor dem Tor noch stoppen.

Ende der ersten Halbzeit. Wir sind positiv überrascht, leider ist unser Gegner ebenfalls in Höchstform. Die Farben werden ausgetauscht und die Spielhälften gewechselt.

11′: Anstoß für ER-Force, wir passen und verlieren sofort den Ball.

12′: ZJUNlict passt quer auf unsere Spielhälfte, unsere Verteidigung steht nicht bereit. Torchance für unseren Gegner, aber der Ball verfehlt das Tor!

13′: Indirekter Freistoß für ZJUNlict, Pass aus der Ecke und Schuss auf unser Tor! Der Torwart reagiert zu langsam und der Ball geht ins Tor. Doch das Tor ist glücklicherweise nicht regelkonform, da ZJUNlict den Ball beim Freistoß zu oft berührt hat.

17′: Ecke für uns auf der gegnerischen Seite, doch wir berühren denn Ball zu oft und verspielen damit unsere Chance auf ein weiteres Tor.

18′: Eine weitere Ecke für uns in unserem Spielfeld, gefolgt von mehreren schönen Pässen auf der gegnerischen Spielhälfte, aber wir verlieren den Ball.

Timeout, wir wechseln einen Roboter aus und passen unser Timing an.

19′: Zweikampf in unserer Spielhälfte, der sich nicht löst. Die Zeit läuft langsam ab…

UND ENDE! Wir gewinnen dieses spannende Halbfinale mit einem knappen 1:0 und stehen im FINALE! Dieses Ergebnis ist jetzt schon das beste, das wir jemals auf einer Weltmeisterschaft erzielt haben!

 

RoboCup 2017 – Viertelfinale: RoboDragons gegen ER-Force

Im Viertelfinale mussten wir uns dem japanischen Team RoboDragons stellen. Da sie letztes Jahr auf dem RoboCup in Leipzig unter die Top Vier kamen, hatten wir vor diesem Gegner viel Respekt. Tatsächlich verlief das Spiel auch sehr spannend, aber wir waren glücklicherweise in der Lage, es mit einem knappen 1:0 für uns, zu beenden!

Damit stehen wir morgen um 11:30 Uhr Ortszeit, als 4:30 mitteleuropäische Zeit, mit JUNlict im Halbfinale!

Leider fiel der Liveticker für das Viertelfinale aus, dafür kann das komplette Spiel auf unserem YouTube-Kanal angesehen werden:

https://www.youtube.com/watch?v=uOnsFRWSfNA
https://www.youtube.com/watch?v=jiyqh8vBx5Q

 

RoboCup 2017 – LuckyLoser: Op-AmP gegen ER-Force

Wir sind in unserer Gruppe zweiter Platz geworden. Dies bedeutet, wir müssen, um ins Viertelfinale einziehen zu dürfen, gegen das Team, das den dritten Platz in der Gruppe A belegt hat, gewinnen. Dieses Team ist Op-AmP aus Japan. Das LuckyLoser Spiel wird um 11:30 Ortszeit (4:30 MESZ) starten.

Der Livestream ist auch heute wieder auf Youtube zu finden:

https://www.youtube.com/watch?v=fn6d6IfoezI

Op-AmP spielt als blaues Team, wir als gelbes. Anstoß hat Op-AmP. Als Besonderheit bei diesem Spiel soll der automatische Schiedsrichter kurz Autoref das Spiel pfeifen und die Roboter den Ball automatisch platzieren. Mal sehen wie gut das funktioniert;-)

Anpfiff!

1′: Wir erkämpfen uns den Ball am Anstoßpunkt. Dribbeln in Richtung Tor. Doch unser Stürmer schießt nicht. Was ist da los?! Der Ball geht ins Aus und Abstoß für Op-AmP.

2′: Der Schiedsrichter ist sichtlich verwirrt von der automatischen Ballplatzierung. Eine kurze Diskussion und schon ist der Schiedsrichter auch auf dem aktuellen Stand.

4′: Wir scheinen Probleme mit der Lichtschranke zu haben. Einige unserer Roboter schießen nicht.

6′: Wir bekommen einen Freistoß direkt vor dem gegnerischen Strafraum, da der Gegner von seiner Hälfte ins Toraus geschossen hat. Wir passe!n auf einen freien Roboter und er steht frei. Doch er schießt nicht. Was tut er da… Der Ball geht wieder ins Aus.

7′: Es gibt immer wieder Verzögerungen, weil die Schiedsrichter nicht sicher mit den Regeln sind. Das ist ärgerlich, weil es viel Spielzeit kostet, die wir dringend benötigen. Außerdem wir das automatische Ballplatzieren deaktiviert.

9′: Zweikampf am Anstoßkreis. Wir erkämpfen uns den Ball und chippen über die Verteidigung. Der Ball rollt langsam in Richtung Tor und der Torwart reagiert nicht. TOR! 1:0 für ER-Force.

10′: Schuss aufs Tor. Der Torwart hält. Doch kann den Ball nicht sicher halten und der Ball rollt auf unseren Roboter zu der vorm Strafraum frei steht. Dieser schießt und TOR! 2:0 für ER-Force!

Schon ist die erste Halbzeit vorbei und wir führen mit 2:0.

Trotzdem sind wir nicht ganz zufrieden. Die Ballannahme funktioniert nicht richtig und damit auch die Passannahme und Volleyschüsse nicht wirklich. Leider ist die Halbzeit zu kurz, um dies zu reparieren. Auch ist das Timing etwas daneben. Jedoch kann unser neuer Angriff überzeugen und wir spielen seit langem aggressiv genug, um Tore zu erzielen.

Beginn der zweiten Halbzeit. Es werden Seiten gewechselt.

11′: Wir chippen in Richtung Tor. Der Torwart kann den Ball jedoch halten. Aber auch dieses Mal hat er den Ball nicht sicher. Wieder steht einer unserer Roboter bereit und kann den Ball abfangen. Schießt und TOR! 3:0 für ER-Force!

13′: Unkoordinierte Schuss von uns ins Toraus der Gegner. Freistoß für Op-AmP vor unserem Strafraum. Doch sie können den Freistoß nicht nutzen und wir können einen erneuten Angriff starten.

15′: Ecke für uns. Wir passen in die Mitte und Schuss. Doch wunderschön geklärt von der Verteidigung der Gegner.

16′: Timeout für Op-AmP.

17′: Wir haben einige Probleme mit dem fahren. Unsere Roboter wirken teilweise wie betrunken. Das Klima in Japan scheint ihnen zu schaffen zu machen.

19′: Einwurf für uns. Doch wir treffen den Ball nicht. Der Roboter, der den Einwurf ausführen sollte, scheint Lichtschrankenprobleme zu haben.

20′: Wir haben erneut Einwurf. Pass auf die rechte Seite. Doch der Roboter dort hat keine freie Sicht aufs Tor. Er passt zurück auf die linke Seite und der Roboter dort hat freie Sicht aufs Tor. Doch er chippt am Tor vorbei. Was war denn das!

Abpfiff! Ende des Spiels! 3:0 für ER-Force. Wir ziehen somit ins Viertelfinale ein.